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Deutschland und sein UntertÀniges Volk

Mir ist aufgefallen das es keine Wirkliche Einheit mehr gibt unter dem Volk.Keine Einheit zwischen Rentner, Kranken , Erwerbslosen , Studenten und allgemein.Unsere heutige Gesellschaftsform ist nicht gerade das womit man etwas erreichen kann.Klar gibt es hier und da Initiativen , Vereine , Stiftungen , aber alle haben doch eines Gleich - Sie sind meistens nicht UnabhĂ€ngig und Ihre Daseinsberechtigung nur ZweckmĂ€ĂŸig ist, aber keine 180 Grad Drehung!


Wenn ich ein Leck in einem Schiff habe,dann kann man es ans rettende Ufer schaffen wenn jeder der auf dem Sinkenden Schiff , tatkrÀftig und mit vereinten KrÀften , das Wasser abschöpft.

Was wir heute tun ist wohl eher , mit zu Helfen das dieses Schiff schneller sinkt , und wie ich zuerst raus komme!


Bangbros - Du hast das schönste Arschgesicht - www.myvideo.de
18.12.07 16:48


Nachtrag - 10 Dezember 2007 - Tag der Menschenrechte

menschenrechtetagmichaelheisegedenken

 

Vielen Menschen ist bewusst, dass ein Mensch alleine die Menschenwürde in Deutschland nicht verteidigen kann.

Es ist erfreulich, dass es mehr Menschen werden auch in Deutschland, die bereit sind, das Leben anderer Menschen zu schützen, zu wahren und zu respektieren.

Es ist gut, dass es mehr Menschen auch in Deutschland gibt, die bereit sind, schwächere, behinderte und unterdrückte Menschen am Leben zu erhalten und sich für die Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde dieser Menschen einzusetzen.

Wahrlich, ein Mensch alleine kann die Menschenwürde und Menschenrechte auch in Deutschland nicht in alleiniger Verantwortung und aktiver Arbeit für den Frieden schützen.

So es ist gut, dass es Menschen, wie

:: den Online-Journalisten und Sozialaktivisten
Dirk Grund aus Ludwigshafen am Rhein
:: die Fernseh-Produzentin und Sozialaktivistin Petra Karl aus Mutterstadt
:: den Autor Hans-Jürgen Graf aus Nürnberg
:: den Hörspiel-Produzenten Thomas Müller aus Nürnberg
:: Organisationen wie Amnesty international
:: die Gewerkschaft ver.di
:: viele andere staatlich unabhängige Gruppen und Initiativen

als Beispiel genannt für viele andere Menschen und Organisationen gibt, die sich für die Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde, oft auch mit hohen Risiken verbunden, in Deutschland und in Europa für eine gerechte, lebenswerte und gute Zukunft mit Courage und engagiert einsetzen.

Die Politikerin und Journalistin, Ulla Jelpke, erinnerte gestern am 9. Dezember 2007 daran, dass vor wenigen Tagen auch der UN-Generalsekretär der Vereinten Nationen (United Nations, New York), Ban Ki-moon, feststellen musste, dass leider auch in Deutschland die Menschenrechte immer noch verletzt werden.

Daher ist es gut, wenn sich mehr Menschen, für den Schutz des Lebens anderer Menschen, deren Menschenwürde und Menschenrechte einsetzen.

Wir können nun einem besonderen Menschen gedenken, der erfreulicherweise noch lebt und auch im fortgeschrittenen Alter von 66 Jahren das Opfer bringt, heute in einem deutschen Gefängnis in Untersuchungshaft persönlich die Menschenwürde und Menschenrechte anderer benachteiligter Menschen, etwa von Menschen in Strafgefangenschaft zu verteidigen.

Es ist der Autor, Maler und freischaffendene Künstler Michael Heise aus Speyer am Rhein.

Nicht nur die Menschen in Deutschland können DANKBAR sein, wenn es mehr Menschen, wie Michael Heise und andere Menschen in Deutschland gibt, denen das Leben und dessen Schutz, die Menschenwürde und Menschenrechte anderer Menschen, gleich welche religiöse, soziale, weltanschauliche oder politische Zugehörigkeit diese haben mögen, wichtig ist.

Zur Wahrung von Menschenrechten und Menschenwürde zählen auch grundsätzliche Lebensbedürfnisse, wie etwa soziale Sicherheit, gerechte Löhne auch für die Menschen, die bereits durch Behinderung, Erkrankung benachteiligt sind und auch für die Frauen, gleich aus welchem Land auch immer diese kommen mögen.

Zur Wahrung von Menschenrechten zählt auch die Freiheit, sich zu versammeln und zu vereinigen, wie das die Kollegen und Kolleginnen der Gewerkschaft ver.di heute bundesweit und auch in der Schweiz als ein Beispiel leben werden.

Es sind so viele wichtige Punkte, die zur Wahrung der Menschenwürde und Menschenrechte zählen.

Wenn mehr Menschen wenigstens nur einen kleinen Schritt zur Wahrung und Schutz des Lebens anderer Menschen, der Menschenrechte und der Menschenwürde wagen, dann können wir gemeinsam mehr Hoffnung und Freude für die Menschen in Deutschland und in vielen anderen Teilen dieser Welt schenken.

Am Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember 2007, gab es gute Gründe der Menschen zu gedenken und zu danken, den lebenden Aktivisten im aktiven Dienst für die Menschenwürde und Menschenrechte und den Aktivisten für die Menschenrechte und Menschenwürde, die ihr Leben lassen mussten.

 
Gleich ob im Stillen oder bei friedlichen Versammlungen mit Kerzen: Dieser Menschen können wir mit großen Dank gedenken. Der couragierte Einsatz für die Wahrung von elementaren Menschenrechten, die Menschenwürde und den Schutz des Lebens anderer Menschen ist auch ein aktiver Dienst für den Frieden. Es gibt viele Menschen, die sich Frieden, Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Freiheit, Schutz des Lebens, der Menschenrechte und der Menschenwürde wünschen. Wenn jeder einzelne Menschen aller Menschen, die sich diese Dinge wünschen, nur einen ganz kleinen Schritt in die richtige Richtung wagt, kann es vielen Menschen nicht nur in Deutschland, Freude und Hoffnung schenken.

Am 12. März 2007 erklärte Bundesaußenminister, Dr. Frank-Walter Steinmeier in Genf:

"Ohne die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern, seien es Individuen ebenso wie Nichtregierungsorganisationen, die sich häufig unter großen Risiken für die tatsächliche Gewährung der Menschenrechte einsetzen, ist ein effektiver Menschenrechtsschutz nicht möglich. Es kann nicht angehen, dass schwerste Menschenrechtsverletzungen nicht - oder nicht mit der gebotenen Deutlichkeit - angesprochen werden können, weil regionale oder weltanschaulich bedingte Solidarität die Bereitschaft zu vorurteilsloser Wahrnehmung von kritischen Situationen überstrahlt.In Fällen extremer Menschenrechtsverletzungen sind wir es den Menschen und der Weltgemeinschaft schuldig nicht zu schweigen und nicht weg zusehen."

Im Grundgesetz steht im Artikel 1 geschrieben: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."

DANKE an alle Menschen, die sich für den Schutz des Lebens, der Menschenwürde und der Menschenrechte, anderer oft benachteiligter, kranker, behinderter und schwächerer Menschen aktiv im Sinne des Friedens und der Gerechtigkeit engagieren.

Es ist gut, wenn mehr Menschen für das Gute handeln, - dazu zählen der Schutz des Lebens anderer Menschen, die Wahrung von Menschenrechten und die Menschenwürde.
Gemeinsam können wir das Gute erreichen und wer würde sich nicht von ganzem Herzen das Gute wünschen, besonders in diesen Tagen !

10. Dezember 2007 zum Tag der Menschenrechte. Andreas Klamm, JournalistGründer des Medienprojektes "Die Menschenrechts-Reporter"

Herausgeber und Verleger von British Newsflash Magazine est. 1986


Weitere Informationen:

http://www.gfa-ludwigshafen.de
http://www.regionalhilfe.de/michaelheise


"Das Funktionieren des "Dritten Reiches" und die Perversion der Menschenvernichtung in Konzentrationslagern wäre nicht möglich gewesen, ohne den - damals wie heute - gefügigen, die Staatsmaschine prägenden, devoten, gehorsamen Beamten."

Michael Heise, Autor, freischaffender Künstler, Gründer von PER APSERA SD

Dateianlage: MReporterTagderMenschenrechte.pdf
16.12.07 20:45


Hand-in-Hand e.V. - bittet um Solidarität für eine Haftverschonung von Michael Heise - peraspera

michaelheisemedia Ute-Maria Graupner bittet im Namen von Hand-in-Hand e.V. Nürnberg, um Solidarität unter jenen, die für Michael Heise , den Gründer von peraspera-international , eine Haftverschonung bewirken möchten.Ich rege an, die von Nelson Mandela vorgegebene Möglichkeit einer individuellen Handhabe mitein zu beziehen.Es war u. a. Nelson Mandela und sein Wirken, das Michael Heises politisches Bewusstsein mit geprägt hat. Wir wissen, dass er mit ihm korrespondiert hatte. Nelson Mandela hatte den Friedensnobelpreis für seine einzigartige, politische Idee und seine persönliche Leistung für die Wahrung der Menschenrechte erhalten.

Er hatte erkannt, dass politisches Bewusstsein eine Verbindung von Psychologie und Politik notwendig macht, um der Würde des Menschen gerecht zu werden und in sich selbst Frieden zu erzeugen. 

Schon in jungen Jahren wies Nelson Mandela in seiner Tätigkeit für den ANC auf die gegen die Schwarzen verübte Gewalt hin. Später während seiner Tätigkeit als Staatspräsident plädierte er für eine Begnadigung der Täter, die sich zu ihren Gewalttaten bekannten und aufrichtig bereuten. Er hatte im April 1996 die Truth and Reconciliation Commission , eine Wahrheits- und Versöhnungskommission , gegründet. Darin wurde er eines der demokratischen Merkmale von Freiheit , Brüderlichkeit und Gleichheit gerecht, indem die Verbrüderung zwischen Apartheidsgegnern und Opfern der Apartheid ermöglicht werden konnte.

Der Grundgedanke der Kommission lautete:


„vergeben ohne zu vergessen“. "Die Demokratie ist der beste Weg der Wiedergutmachung,“ waren Nelson Mandelas Worte.

Was bedeutete das praktisch für den einzelnen Bürger von Südafrika? Die Unterdrückung der Schwarzen musste allgemein bekannt und die mit den Gräueltaten verbundenen Emotionen durften nicht verdrängt werden, damit sich dieses Gewaltpotenzial nicht in umgekehrter Richtung fortsetzte. Das heißt auch, dass Motivation und Vorgehensweise der Täter dazu nicht nur untersucht, sondern auch von ihren Opfern verstanden werden mussten. Mandela wusste, dass nur so auch Vergebung möglich sei und künftig Gewaltfreiheit garantiert würde. Diese Erfahrungen, den damit verbundenen, seelischen Schmerz auszuhalten ohne zu verbittern und die Energie, sich weiter für andere Menschen einzusetzen, erwecken größte Bewunderung.

Mandela lehrt uns, Menschenrechtsverletzungen und schmerzhafte Erfahrungen nicht zu verdrängen, sondern sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um darin nicht im Widerstand mit ihnen zu stehen. Sein politisches Bewusstsein ist vom Glauben an die dem Menschen innewohnende Kraft geprägt, scheinbar Unerträgliches zu überwinden. Dies ist den Worten seiner Rede von 1994 zum Amtsantritt als neuer Staatspräsident zu entnehmen. Nicht nur unverdrängtes Leid sollte ans Licht kommen, sondern auch die versteckte Größe des Menschen. Aus dieser Kraft, diesem Licht, wie er sie nannte, kann dann die Fähigkeit zur Vergebung erwachsen. Damit meinte er, dass jegliche Menschenrechtsverletzung zur bloßen Erinnerung an die Vergangenheit werden und niemals wiederkehren würde. Gewalt und Hass kann man nicht mit Gewalt und Hass bekämpfen; damit pflanzen sie sich nur fort. Dieser Gedanke ist Bestandteil eines politischen Bewusstseins, das sich an (Psycho-)Logik orientiert.


Aus der Antrittsrede von Nelson Mandela 1994 :


Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind,
unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: "Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?”

Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren,
um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen,
die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns:
Sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen wollen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun
andere befreien.



Natürlich ist die Aufdeckung der grausamen Auswirkungen der Apartheid den meisten ihrer Opfer nicht leicht gefallen. Viele können selbst heute die Schuld den Misshandlern und Mördern ihrer Familienmitglieder nicht erlassen. Trotzdem war die Kommission zur Versöhnung einer der wirkungsvollsten Einrichtungen zur Verhinderung neuer Gewalt. Man kann niemandem vergeben, wenn man nicht bereit ist, den eigenen Schmerz zu fühlen. Zudem ist es unmöglich, die Gnade eines anderen anzunehmen, ohne sich zu seinen Gräueltaten zu bekennen, sich mit seinen Handlungsmotiven für sie auseinanderzusetzen und die damit verbundenen, eigenen Emotionen wahrzunehmen, um die verübten Menschenrechtsverletzungen bereuen zu können. Das,psychologisch betrachtet, schwierig zu behandelnde Schuldgefühl wird zwar erst einmal laut, aber in der Vergebung ist auch die eigne Wiedergutmachung der Schuld enthalten. Sie wurde durch Mandelas Vorgehen nicht der weißen Rasse als jahrelange Bürde auferlegt.

Was bedeutet Nelson Mandelas Vorbildfunktion, für die er mit dem Friedensnobelpreis honoriert wurde, für das eigene, politische Bewusstsein?

Gerade wir Sympathisanten von Michael Heises politischer Tätigkeit erkennen, dass es noch immer Menschenrechtsverletzungen gibt, selbst in einer Demokratie, wie der der Bundesrepublik Deutschland. Wir fragen uns vielleicht, weshalb sich das Engagement für die Wahrung der Menschenrechte so schwer umsetzen lässt? Wir entdecken, dass es zu vielen Kontroversen darüber kommt, wie ein Menschrechtsaktivist , wie Michael Heise , zu unterstützen sei, damit ihm endlich Haftverschonung zuteil wird. Und sicher sind gerade jene Sympathisanten M. Heises mit Mandelas Wirken vertraut, an dem sich auch er orientiert. Müssten wir uns nicht auch fragen, womit wir eine einheitliche Sicht- und Vorgehensweise verhindern? Müssten nicht auch wir an uns selbst beobachten können, welche Aspekte zu Gewaltfreiheit beitragen können?

Es besteht Grund zur Besorgnis, dass die Anklage M. Heises nicht gerechtfertigt ist , Besorgnis, dass subtil dem Menschenrechtsaktivisten die politische Stimme unter einem unpolitischen Vorwand genommen werden soll, dass dieser mit Hungerstreik darauf reagiert, und dass Vertreter von Gesetz und Ordnung, den Gedanken der Unantastbarkeit der Würde des Menschen nicht ausreichend verinnerlicht haben. Und aktuell scheint diese Sorge oder gar Angst zu neuen Anklagen - ja selbst zur gegenseitigen Anklagen – zu führen, dass das Vorgehen der Unterstützer für M. Heise , sich ungünstig für ihn auswirken könnte. Die Internetplattformen der Sympathisanten von Michael Heise sind voll mit Meinungsäußerungen und darin liegenden Beurteilungen.

Es ist folgerichtig, dass eine Beurteilung aus der persönlichen Sicht doch einer Anklage jener gleichkommt, die eben nicht so handeln, wie man es selbst für günstig betrachtet.Anklagende Formulierungen tragen bereits kleine Wurzeln von Gewalt in sich, die sich schon in der Wortwahl zeigen kann. Sie machen den Widerstand gegen die Ideen und politischen Handlungen der anderen deutlich. Sie sind kaum wahrnehmbare Signale dessen, dass es da doch im Verbogenen Angst gibt, dass eine Ansicht, die wir nicht teilen können, zu Unglück, zu Misserfolg oder zu weiterer Benachteiligung führt.

Nelson Mandela hatte erkannt, dass nur die Befreiung von den eignen Ängsten dazu beiträgt,dass „ unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreit. “ Diese Gegenwart ist als eine Präsenz zu verstehen, die sich daran orientiert, die Dinge ans Licht zu bringen. So dass auch versteckte Handlungsmotive, damit verbundene Emotionen nicht verdrängt bleiben und einen inneren Widerstand gegen sie erzeugen. Er selbst war in der Lage, ohne Widerstand gegen seine schmerzlichen Erfahrungen und die Angst vor ihrer Wiederholung mit Vergebung - also mit einer ganz besonderen Art der Widerstandslosigkeit - zu reagieren. Damit Hass nicht Hass und Anklage nicht Gegenanklage erzeugt.

Meinungsäußerungen mitschwingen, die auf den Internetplattformen nachzulesen sind. Sie Das Maß der Menschrechtsverletzungen und der Gewalt, dem die Opfer der Apartheid ausgesetzt waren, ist im Vergleich zu den Verletzungen, die unser politisches System in unserer Psyche hinterlässt, viel schwerer zu ertragen. Und auch bei uns scheint es Verletzungen zu geben. Sie werden deutlich durch Empörung und Sorge, die in den bewusst wahrzunehmen und zur eigenen Entwicklung von politischem Bewusstsein zu nutzen, müsste doch in unserem immer noch demokratischen, satten Nest leicht möglich sein, um sich damit an Nelson Mandelas Vorgabe zu orientieren. Denn die Zeiten einer Résistance durch Gewalt sind überholt, Demokratie ist zu einem Wert geworden in der Welt. Ein Widerstand, wie die Französische Revolution, hat ja bereits unser Bewusstsein geprägt. Heute orientiert es sich an den historisch nachfolgenden, psychologischen Erkenntnissen und bestimmt längst auch politisches Bewusstsein.

Der Hinweis auf Mandelas Idee, Politik mit Psychologie zu verbinden, soll darauf aufmerksam machen, wie sehr doch politisches Engagement von den individuellen Voraussetzungen abhängt,die auch im unbekannten Bereich einer Persönlichkeit ruhen. Dass es immer notwendig ist, auch die Gefühle bei sich wahrzunehmen, die zu (Menschenrechts-)Verletzungen beitragen können. Dass es sinnvoll ist, über eine Kongruenz zu verfügen, das persönliche Verhalten mit den Gedanken von Humanismus in Einklang zu bringen, und dass zur Bildung von politischem Bewusstsein auch das eigene „ private “ Bewusstsein dazu gehört. Wie weit bei der Kenntnisnahme der persönlichen Seite, auch das Bedürfnis nach Vergebung für sich und andere auftritt, möge jedem selbst überlassen sein. Ich bin auch nicht der Meinung, dass Michael Heise , der eher als ein Robin Hood und weniger als ein Nelson Mandela tätig ist, den Vertretern der Rechstaatlichkeit verzeihen möge. Aus eigner Erfahrung weiß ich allerdings, dass Vergebung eine persönliche Entlastung, die Sicherheit einer eigenen Handhabe und eine Beruhigung von Gefühlen, wie Zorn und Ohnmacht, bedeutet hatte.

Ich möchte lediglich an das Vorbild, Nelson Mandela, erinnern, bei uns selbst zu beginnen, sich bewusst zu werden, was in uns steckt um damit Frieden in die eigne Persönlichkeit zu verankern.

Denn dann ist eine Verbrüderung möglich, um Menschen, wie Michael Heise, zu helfen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.


Ute-Maria Graupner von Hand-in-Hand e.V. Nürnberg

19.11.07 07:54


Zweiklassenrecht oder wird der Rechtsstaat demontiert? Michael Heise: "Petitionen sind sinnlos"

michaelheisemedia Von Andreas Klamm - London / Berlin / Karlsruhe. 18. November 2007. " Petitionen sind sinnlos .", dies erklärte der Menschenwürde-Aktivist und Autor Michael Heise aus Speyer am Rhein in einem offenen Brief aus der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe, der bei www.gfa-ludwigshafen.de , der Gemeinschaft für Aufklärung bereits zum Wochenende veröffentlicht wurde. "Petitionen für mich sind, mit Verlaub, sinnlos. Petitionen richten sich immer an die Legislative , die aber darf - und das ist auch gut so - auf die Executive (leider kommt das durch Bestechung dennoch vor) keinen Druck ausüben in laufenden Verfahren. Es geht nicht um mich, sondern schlicht um die Darstellung des Problems, mit welchen Lügen man hinter Gittern verschwinden kann, und dass auf der Basis von Lügen durch Behörden das eine latente Gefahr für ALLE MENSCHEN ist. Darum geht es.

Nicht darum, wie mehr oder weniger großartig ich bin. Ich würde gerne das Engagement der Leute auf die Arbeit von PER ASPERA und auf Aktionen gegen solchen gerichtlichen Staatsterror richten, statt den Michael Heise zu beweinen. Auch die Hungerstreik-Aktion hätte ja kein Ziel, das in meiner Person und einer Verbesserung oder Veränderung dort liegen würde, sondern nur um Druck auszuüben auf die Politik, solche Dinge durch Gesetzgebung so einzuschränken, dass sie unmöglich sind.", erklärte Michael Heise , der sich seit 14. September 2007 aus nicht offiziell bekannten Gründen in der Untersuchungshaft befindet.

Seinen eigenen Angaben zufolge bestünde " Fluchtgefahr ". Die Gründe weswegen Fluchtgefahr bestehen könnte sind offiziell nicht bekannt. Es befinden sich zahlreiche Gerüchte im Umlauf, die zum großen Teil jedoch als falsch und Stimmungsmache und Verleumdungskampagne gegen Michael Heise aufgedeckt werden konnten. In diversen Foren wurde von den "Nebenfrauen" berichtet, die der 66jährige Michael Heise haben solle.


Ein Freund der Familie und der Ehefrau von Michael Heise bestätigte der Nachrichtenagentur 3mnewswire.org am Samstag in einer telefonischen Anfrage: "An den Gerüchten um angebliche Nebenfrauen von Michael ist absolut nichts wahr. Die Gerüchte sind auch der Ehefrau bekannt. Diese Gerüchte sind absoluter Unsinn. "


Aus nicht sicherer Quelle wurde bekannt, dass Michael Heise möglicherweise wegen des " Verdachtes auf Betrug " im Zusammenhang mit internationalen Finanzgeschäften verhaftet wurden. Möglicherweise könnten sich ein oder mehrere Investoren "betrogen fühlen." Die Verträge laufen jedoch, den Angaben von Michael Heise Anfang November zufolge bis zum Jahr 2010. Zudem läuft seit rund 2 1/2 Jahren ein Verfahren mit dem weltgrößten Parmakonzern Pfizer New York, in den Vereinigten Staaten, aus dem Michael Heise , möglicherweise hohe Schadensersatzansprüche zustehen könnten, womit er dann in der Lage wäre, Investoren, die Zweifel haben befriedigen zu können.Die Informationen weswegen sich das Verfahren bereits auf rund zweieinhalb Jahre ausdehnt, sind offiziell nicht bekannt. Bereits in der Vergangenheit hatte der Menschenwürde-Aktivist Michael Heise , eigenen Angaben entsprechend, "Probleme mit den Justizbehörden in Karlsruhe."


Bereits vor Jahren wurde berichtet: "In der Rechtsliteratur gilt er als der höchstverurteilte Bagatelltäter der Bundesrepublik Deutschland.


Sein Fall wird ein Beispiel dafür, wie Justiz nicht arbeiten sollte. Was ihm in den Gefängnissen widerfährt, spricht den Menschenrechten Hohn. Jetzt gibt eine brillant geschriebene, von der ersten bis zur letzten Seite packende Biographie erstmals einen umfassenden Überblick über sein Leben, seine Arbeit, seinen gewaltfreien Widerstand gegen einen "Strafvollzug, der vom System her falsch ist", und seinen unermüdlichen Kampf für die Respektierung der Würde aller Menschen.


Michael Heise wurde erstmals inhaftiert 1970 und ist der Inbegriff des versöhnten Widerspruchs.


In der Asozialität seiner Gefängniszelle entwickelt sich sein Sinn für soziale Gerechtigkeit und sein politisches Bewusstsein . Ohne akademische Abschlüsse wird er zu einem von den Medien viel beachteten, von den Justizbehörden gefürchteten Anwalt der Gefangenen, der sich auch nicht scheut, offen über die Beziehungen des Strafvollzugs zum Faschismus zu schreiben und zu reden."


Auf offizielle telefonische und schriftliche Presse-Anfragen von Journalisten und einer Nachrichtenagentur reagierten bislang weder die Staatsanwaltschaft noch das etwagige zuständige Gericht.


Noch vor wenigen Monaten, am 27. August 2007, bat der Menschenwürde-Aktivist und Gründer von Per Aspera , Michael Heise (66), damals noch in Freiheit aus Speyer am Rhein, darum eine internationale Petition zu zeichnen. Damals schrieb er: "Petitonen dieser Art zu zeichnen ist beschämend wenig, aber immerhin etwas....‏". Die Petition wurde von mehreren Hundert Menschen unterzeichnet um Kindes-Missbrauch in einem außer-europäischen Staat zu beenden.


"Anstatt mich hinrichten zu lassen"


Der Menschenwürde-Aktivist Michael Heise kündigte Anfang November in einem öffentlichen Brief an: "Anstatt mich von der Justiz langsam hinrichten zu lassen, in irgendwelchen Drecklöchern zu vegetieren, werde ich - auch insofern schließt sich der Kreis - unmittelbar nach Beendigung des Rechtsweges zur Haftfrage in Hungerstreik treten und bin dann nach spätestens drei Wochen erfahrungsgemäß nicht mehr ansprechbar.

Da es eine Zwangsernährung zum Glück nicht mehr gibt, werde ich danach in Ruhe sterben. Dieses Sterben bekommt nur dann noch einen positiven Sinn für die Menschenrechte , wenn Ihr alle dafür sorgt, dass die von mir hier dargestellten Zusammenhänge sichtbar werden. Dies ist keine Strafsache wie jede andere, sondern eine kaum kaschierte Hinrichtung. Lasst nicht zu, dass diese ohne Aufsehen möglich ist. Ihr kennt ja meine Devise:


Wer wegschaut, ist immer mitschuldig."


"Superpapa" und ehemaliger FDP-Pressesprecher nimmt Kontakt mit Richtern und Staatsanwälten in Karlsruhe auf

Unterdessen liegt der Redaktion der Nachrichtenagentur 3mnewswire.org ein Schreiben von Professor Jürgen Hass, einem ehemaligen FDP-Politiker und Pressesprecher der FDP vor, welches dieser an Richter und Staatsanwälte in Karlsruhe in der Angelegenheit Michael Heise mittels email übermittelte. Professor Jürgen Hass gilt als umstritten in politischen Kreisen.

Er ist mit weit mehr als 350 Adoptivkindern auch als " Superpapa " bekannt. Er bietet sich armen Frauen als Adoptiv-Vater an und ermöglicht es diesen " financial child support ", meint Kindergeld aus Deutschland, zu erhalten. Professor Jürgen Hass und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sind sich zumindest in einem Punkt einig: Das außergewöhnliche Engagement von Professor und "Superpapa" Jürgen Hass könnte nur durch eine Gesetzes-Änderung beendet werden und diese Gesetzesänderung gibt es nicht, berichten die Kollegen einer großen britischen Zeitung.

Das Motto des Professors und Pressesprechers Jürgen Hass ist: "Lieber schlichten, statt richten. Wenn die Guten nicht kämpfen, siegt das Böse."

NRV: „Große Justizreform“ – Die Justizminister der Länder wollen den Rechtsstaat demontieren"

Bereits am 11. Juli 2006 warnte die Neue Richtervereinigung davor, dass möglicherweise der Rechtsstaat in Gefahr sein könne. In einer Pressemitteilung teilte die Neue Richtervereinigung, ein Zusammenschluss von Richtern, Richterinnen, Staatsanwälten und Staatsanwältinnen mit Sitz in Berlin mit:

"Auf ihrer Frühjahrskonferenz haben die Justizminister der Länder Anfang Juni mehrheitlich Beschlüsse für eine sogenannte „Große Justizreform“ gefasst. Kernstück ist die sogenannte „Funktionale Zweigliedrigkeit“, mit der die Justizminister Rechtsmittel abbauen wollen, und zwar bei den Zivilgerichten, im Bereich der Strafgerichtsbarkeit, bei den Arbeitsgerichten und bei den Sozialgerichten. Die Neue Richtervereinigung lehnt eine solche Demontage des Rechtsstaats in Deutschland entschieden ab.

Die Neue Richtervereinigung weist darauf hin, dass Rechtsmittel zum Kern jedes rechtsstaatlichen Systems gehören, in Deutschland genauso wie in allen anderen europäischen Staaten.

Der Begriff „ Funktionale Zweigliedrigkeit “ verschleiert die Zielrichtung der Justizminister, denen es allein um einen Abbau von Rechtsmitteln geht, zu Lasten der rechtssuchenden Bürger. Die sogenannte „funktionale Zweigliedrigkeit“ ist in Wahrheit eine Funktionale Eingliedrigkeit, da die Bürger in weiten Bereichen nach den Vorstellungen der Justizminister überhaupt keine Möglichkeit mehr haben sollen, gerichtliche Entscheidungen durch Rechtsmittel sachlich überprüfen zu lassen.

Das gilt für die vorgesehene „Zulassungsberufung “ bei den Zivilgerichten und bei den Arbeitsgerichten genauso wie für die geplante „Annahmeberufung“ bei der Mehrzahl der Strafurteile von Amtsrichtern.

Wilfried Hamm, Sprecher der Neuen Richtervereinigung: „ Die sogenannte funktionale Zweigliedrigkeit ist erschreckend. Die Justizministerkonferenz plant den mit Abstand weitreichendsten Abbau von Rechtsmitteln in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg.

Noch nie haben sich Justizminister in Deutschland zu einer solchen Demontage des Rechtsstaats verabredet.

Es gibt keine sachliche Rechtfertigung für ein solches Vorhaben. Die Kostenargumente der Justizminister sind absurd. Die Justizminister haben noch nicht einmal den Versuch einer Kostenberechnung unternommen. Im Gegenteil hat die Evaluation der letzten Zivilprozessreform gezeigt, dass im Bereich des Berufungsrechts bereits jetzt bis an die Grenze des Vertretbaren Einschränkungen gegriffen haben. Außerdem gibt Deutschland, was jeder Justizminister seit der Studie des Europarats von Dezember 2004 weiß, nicht zu viel sondern zu wenig Geld für den Rechtsstaat aus.“

Hamm weist allerdings auch auf einen Hoffnungsschimmer hin, der sich aus den Beschlüssen der Justizministerkonferenz ergebe: „Erstmals haben die sachlichen Argumente von Richtern und Rechtsanwälten und aus vielen anderen Bereichen der Gesellschaft Wirkung gezeigt und einen Teil der Justizminister zu einem Umdenken veranlasst. Die entscheidenden Abstimmungen der Justizminister sind äußerst knapp verlaufen, zum Teil mit 8 zu 7 Stimmen.

Eine starke Minderheit unter den Justizministern hat sich dem geplanten massiven Rechtsmittelabbau zumindest teilweise widersetzt. Wir fordern diese Minister auf: Erheben Sie Ihre Stimme auch in der Öffentlichkeit, um erheblichen Schaden für den Rechtsstaat in Deutschland abzuwenden.“

http://www.nrv-net.de/main.php?id=161&pre sse_id=44&lv_id=88&fg_ id

Bericht von Andreas Klamm  

www.3mnewswire.org
18.11.07 16:36


Sprecherin der Nelson Mandela Foundation: "Michael Heise Kampagne ist wichtig"

michaelheisemediaVon Andreas Klamm - Houghton (Südafrika) / Berlin / Karlsruhe. 15. November 2007. Eine Sprecherin der Nelson Mandela Stiftung (Foundation) in Südafrika bedauerte in einem an die Nachrichtenagentur 3mnewswire.org übermittelten Schreiben, an den seit 14. September 2007 aus bislang nicht offiziell bekannten Gründen inhaftierten Menschenwürde-Aktivisten, Michael Heise (66) aus Speyer am Rhein, die "Kampagne von Michael Heise" nicht unterstützen zu können, "was jedoch nichts an der Wichtigkeit" seiner Kampagne nehme.

Nelson Mandela (90), der frühere Anti-Apartheid-Kämpfer Südafrikas und erste schwarze Präsident des Landes, hat bereits im Juni 2007 seinen Rückzug aus den Aktivitäten des öffentlichen Lebens angekündigt. Dem früheren Staatspräsidenten gehe es gut. Er verbringe seinen wohl verdienten Ruhestand mit großer Freude im Kreise seiner Familie.

Er plane jetzt seinen kompletten Rückzug in den Ruhestand. "Doch dies nimmt nichts von der Wichtigkeit der Kampagne von
Michael Heise. Wir bedauern, dass Nelson Mandela die Aktion nicht unterstützen kann.", teilte eine Sprecherin der Nelson Mandela Foundation in Südafrika mit. Der Menschenwürde-Aktivist Michael Heise befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft in der Justiz-Vollzugsantstalt Karlsruhe. Bereits vor mehreren Jahrzehnten hatten der frühere Staatspräsident Südafrikas, Nelson Mandela und der Menschenwürde-Aktivist Michael Heise schriftliche Korrespondenz.

Von der damaligen Anstaltsleitung wurde der Briefkontakt zu Nelson Mandela allerdings untersagt mit der Begründung:

"Der Inhalt der Briefe verstößt gegen Sicherheit und Ordnung. Die Briefpartner tauschen Theorien aus, wie man totalitäre und faschistische Regime stürzen kann und vergleichen herbei die demokratische Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die von Südafrika mit solchen Regimen."

Gegen das Briefkontakt-Verbot erhob der heute 66jährige Menschenwürde-Aktivist aus Speyer am Rhein damals Klage beim Oberlandesgericht. Das Oberlandesgericht verfügte "Die Anhaltung der Korrespondenz ist zu recht erfolgt." Daraufhin legte Michael Heise Verfassungsbeschwerde wegen der "Verletzung des Rechtes auf Briefverkehr" ein. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nahm diese Beschwerde jedoch nicht an. Rund zwei Jahrzehnte später wurde Nelson Mandela als Staatsgast in Bonn mit allen Würden empfangen. Heise schrieb in seinem autobiographischen Buch "Wege nach Georgia", erschienen 1999 im Triga-Verlag Gelnhausen, dass er vermute, "der einzige Straftäter der Erde zu sein, dessen Resozialisierung durch einen Nobelpreisträger und Staatspräsidenten "erheblich gefährdet" werde."

Unterdessen teilte eine Freundin von Michael Heise mit, dass sich Michael Heise über jeden Brief, den er erhalte sehr freue. Die vorläufige Postanschrift von Michael Heise lautet: Michael Heise, JVA Karlsruhe, Riefstahlstr. 9, 76133 Karlsruhe

3mnewswire.org
15.11.07 14:07


Peter C. Nowak zur Rechtsprechung in Deutschland und den Fall Michael Heise von Per Aspera

acker
Wie Rechtsprechung in Deutschland - und nicht nur in Deutschland - funktionieren kann, sei nochmals an folgenden Fall erinnert. Der Leser möge für sich selbst die Frage beantworten, ob Recht auch immer zu Recht gesprochen wird und ob es nicht Konstellationen gibt, in denen die Rechtsprechung sich Zweifel gefallen lassen muß. Zweifel an der Rechtskultur in Deutschland - Haben wir ein Zweiklassenrecht?

 


Der Vodafone-Skandal.

Die herrschende Wirtschaftselite und die Justiz demonstrieren offen ihre Verachtung gegenüber der Gesellschaft. Wen wundert da der Zorn der Mehrheitsgesellschaft, die sich in der Sehnsucht nach Recht und Gerechtigkeit verzehrt?

Gegen die Zahlung von 3,2 Millionen Euro, was gerade zwei Monatsgehältern des angeklagten Deutschen-Bank-Chefs Josef Ackermann entspricht, konnte dieser als freier und unbescholtener Bürger den Gerichtssaal verlassen. Der Mitangeklagte ehemalige Mannesmann-Chef Klaus Esser kommt mit 1,5 Millionen Euro davon, der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Funk mit einer Million, und der Ex-IG-Metall-Chef Klaus Zwickel wird eine Geldauflage von 60.000 Euro verschmerzen müssen.

Das Düsseldorfer Landgericht hatte im Vorfeld mit den Rechtsanwälten der Angeklagten einen Deal ausgehandelt, der gegen eine Zahlung von insgesamt 5,8 Millionen Euro den Freispruch der sechs Angeklagten bewirkte. Man muss nur die Summe der Millionenprämien und Abfindungen in Höhe von 60 Millionen Euro, die sich die Angeklagten Anfang 2000 im Aufsichtsrat von Mannesmann bewilligt hatten, mit der jetzt verordneten Geldauflage vergleichen, um einen Eindruck davon zu bekommen, für welchen Spottpreis sich Mitglieder der Wirtschafts- und Finanzelite vor Gericht freikaufen können. Konfrontiert mit dem Vorwurf des "Freikaufens" verwies der Vorsitzende Richter Stefan Drees auf die Strafprozessordnung und machte dabei einige, sehr aufschlussreiche Bemerkungen:

Jedes Jahr würden vor deutschen Gerichten Tausende Verfahren gegen Auflagen eingestellt, sagte Drees und fügte hinzu: "Es bedarf keiner näheren Darlegung, dass die in diesen Fällen Angeklagten ganz überwiegend nicht über besonders hohe Einkünfte oder Vermögen verfügen." Daraus leitete eine Begründung ab, die zynischer nicht sein könnte:

Aufgrund des Gleichheitsgebots im Grundgesetz müsse diese Chance aber auch "begüterten Angeklagten" zur Verfügung stehen. Ferner gab Drees zugunsten der Angeklagten zu bedenken, diese seien durch den Prozess "und das überragende öffentliche Interesse" über eine lange Zeit hinweg "einer überdurchschnittlichen Belastung ausgesetzt gewesen". Der Ausgang des Verfahrens sei genau so offen gewesen, wie die Frage, ob die Angeklagten überhaupt Untreue begangen oder vorsätzlich gehandelt hätten. Zur Höhe der Geldauflage sagte Drees: "Es mag angesichts der heute erzielten Spitzenverdienste unverständlich sein, sie ist aber geltendes Recht." Das Landgericht Düsseldorf stützte sich bei seinem Urteil auf den Paragraphen 153a der Strafprozessordnung, in dem es unter anderem heißt, Geldauflagen sollten dazu geeignet sein, "das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen", und sie dürften der "Schwere der Schuld" nicht entgegenstehen.

Ackermanns Verteidiger, Eberhard Kempf, einer der teuersten Wirtschaftsanwälte und bezeichnenderweise ehemaliger Maoist, begründete seinen Antrag zur Einstellung des Verfahrens mit der dreisten Behauptung: "Das öffentliche Interesse an der Aufklärung des Geschehens ist weitgehend befriedigt".

In Wirklichkeit ist die Einstellung des Mannesmann-Prozesses in der breiten Öffentlichkeit auf keinerlei Verständnis gestoßen. Die Tageszeitungen und Onlineforen waren voll von empörten Leserbriefen. Vielfach wurde das bekannte Sprichwort zitiert: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen". Meist waren die Kommentare jedoch weitaus schärfer und nahmen direkten Bezug auf die tiefe soziale Spaltung in Deutschland. Ein Leserbrief in der Berliner Zeitung gab z.B. folgenden, durchaus einleuchtenden Ratschlag: "Es ist sehr erfreulich zu lesen, dass Herr Ackermann und die anderen Beschuldigten gegen eine Geldzahlung frei sind. Das bedeutet ja auch, dass künftig ein Mensch mit normalem Einkommen oder gar ein Hartz-IV-Empfänger gegen Zahlung von einem Cent jederzeit von unseren Gerichten frei zu sprechen ist. Ich empfehle allen, die vor Gericht stehen, einen entsprechenden Antrag zu stellen, unter Hinweis auf die in Düsseldorf getroffene Entscheidung.

Gleiches Recht und damit gleiche finanzielle Belastung für alle! Gerecht und verständlich wäre im Fall Ackermann eine Zahlung aus seiner eigenen Tasche in Höhe von 140 Millionen Euro gewesen." Die ziemlich plötzliche Wende und Einstellung des Prozesses ist Umständen geschuldet, die bisher wenig in Medien behandelt wurden. Zum einen ging es um das Ansehen der Deutschen Bank und ihres Chefs im Besonderen. Für beide stand einiges auf dem Spiel. Bei einer rechtskräftigen Verurteilung hätte Ackermann abtreten müssen, dies hätte einige gewichtige Folgen für die Deutsche Bank gehabt. Ulrich Hocker, der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapiere (DSW), begrüßte die Entscheidung mit den Worten: "Es musste ein Ende gefunden werden, das Schaden von der Deutschen Bank abwendet - dies ist jetzt geschehen" (Tagesspiegel). Damit bleibe Ackermanns Position unangefochten. Viele Insider sind gar der Auffassung, der durchgestandene Prozess habe Ackermanns Position in der Bank sogar noch weiter gestärkt. Wie zu erwarten war, wurde der "Freispruch zweiter Klasse" von der Finanzelite einhellig begrüßt.

Fest steht auch, dass der Kuhhandel sorgfältig hinter den Kulissen eingefädelt wurde. Staatsanwälte und Angeklagte hatten wochenlang im Geheimen über die Höhe der Ablasszahlungen gefeilscht. Alle Beteiligten wollten weitere Untersuchungen und mögliche Anklagen verhindern. Ackermann, Esser, Zwickel und Co, weil sie durchaus mit Haftstrafen hätten rechnen müssen. Die Staatsanwaltschaft und das Gericht, weil sie den gesamten Sachverhalt samt Zeugenaussagen usw. neu hätten aufrollen müssen und dafür, wie sie behaupteten, Jahre gebraucht hätten. Nunmehr dauerte der zweite Mannesmann-Prozess zur Überraschung aller nicht Eingeweihten ganze sechs Tage. Der Vorsitzende Richter hatte ursprünglich immerhin 26 Verhandlungstage vorgesehen. Welche Bedeutung hatte nun dieser Prozess? Sicherlich muss man ihn als eine Farce betrachten. Aber er war mehr als das, er hat dem Publikum in anschaulicher Weise das Ausmaß der sozialen und rechtlichen Ungleichheit in diesem Land vor Augen geführt.

Die angeblich neutrale bürgerliche Gerichtsbarkeit hat sich selbst als das vorgeführt, was sie immer war - als eine Klassenjustiz. Bereits bei den vorgezogenen Neuwahlen 2005, als die Schröder-Regierung den Bettel hinwarf und damit dem Drängen der Wirtschaft folgte, eine noch rechtere Regierung zu installieren, hatten sich das Bundesverfassungsgericht und der Bundespräsident für diese undemokratische Lösung ausgesprochen. Nach über drei Jahren geht nun ein Prozess zu Ende, der oftmals als spektakulärster Wirtschaftsstrafprozess der Nachkriegszeit bezeichnet wurde. In der juristischen Auseinandersetzung ging es um die Bewertung von Zahlungen an Manager in Millionenhöhe. Während der Übernahmeschlacht um Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone im Jahr 2000 waren durch umstrittene Entscheidungen des Aufsichtsratspräsidiums der Mannesmann AG Bonuszahlungen von knapp 60 Millionen Euro an den damaligen Vorstandsvorsitzenden Klaus Esser, der allein gut 30 Millionen kassierte, den Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Funk (4,6 Millionen Euro) und 18 weitere ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Angehörige beschlossen worden.

Auch der damalige IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel sowie der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Ladberg hatten diesem Aufsichtsratpräsidium angehört und das Ganze abgenickt. Das Landgericht Düsseldorf musste Ende Oktober den Mannesmann-Prozess wieder aufnehmen, nachdem es 2004 alle Angeklagten freigesprochen hatte. 2005 hatte der Bundesgerichtshof diese skandalösen Freisprüche aufgehoben und eine Neuauflage des Prozesses angeordnet. Die Begründung der Karlsruher Bundesrichter war unmissverständlich: Die Freisprüche seien fehlerhaft, die Beweiswürdigung voller Lücken. Im Gegensatz zum Landgericht sahen die BGH-Richter bei den Angeklagten Ackermann, Esser und Zwickel "den Tatbestand der Untreue verwirklicht". Aufsichtsräte seien "nicht Gutsherren, sondern Gutsverwalter", hieß es in der Begründung. Nachdem der Prozess nun endgültig eingestellt worden ist, stellte die Süddeutsche Zeitung die verblüffte Frage:

"Was ist denn nun erlaubt und was nicht in den höchsten Gremien der Wirtschaft? Was ist den jetzt mit der konkreten Umsetzung der Aussage des Dritten Strafsenats in Karlsruhe, es sei ‚schlechterdings nicht vorstellbar’, dass sich die in führenden Positionen der deutschen Wirtschaft tätigen Angeklagten ‚für berechtigt gehalten haben könnten, in Millionenhöhe willkürlich über das ihnen anvertraute Gesellschaftsvermögen verfügen zu dürfen’?" Das Düsseldorfer Gericht und seine Angeklagten haben diese Frage eindeutig in ihrem Sinne entschieden.

Dagegen nimmt sich "der Fall Heise"geradezu als ein Bagatellfall aus. Warum aber bei Herrn Heise die Haftgründe ausreichen und bei Herrn Ackermann und Herrn Esser und Co. beispielsweise nicht, ist mir vorläufig noch ein Rätsel. Da hat die Justiz noch eine Bringschuld zu erfüllen. Oder doch eine Zweiklassenjustiz?

Peter Christian Nowak
Redaktion: !Tacheles - Im Namen des Volkes?!

www.gfa-ludwigshafen.de und www.tacheles-im-namen-des-volkes.de
15.11.07 14:06


Auszug aus den Briefen von Michael Heise von Per Aspera

perasperaDie Plattform von alg2-hartz4.de und Gemeinschaft für Aufklärung berichtet und schreibt einige Auszüge aus Persönlichen Briefen von Michael Heise zu 2 Menschen die sich auch für Herrn Heise einsetzen und das Menschliche dahinter sehen und was er schon alles geleistet hat für Häftlinge und vor allem Menschenrechte auch ohne bei Google auf Platz 1 zu sein!Es ist ergreifend was er da schreibt und er hat ja so Recht!Auch hier denkt er mehr an andere wie an sich selbst!

Ihr Lieben,gerade habe ich einen Brief von Michael Heise erhalten; von dem ich Euch alle auch grüßen möchte.

Auf die ihm gemachten Vorwürfe konnte bzw wollte er nicht eingehen, da er befürchtete, dass ich seinen Brief womöglich nicht erhalten würde. Seinen Zeilen entnehme ich jedoch, dass er sich über jeden Gruß, jede Solidaritätserklärung freut. In meinem Brief vom 1. November schrieb ich ihm, dass er viele Freunde hat, die an ihn denken. Daher möchte ich Euch ermuntern, ihm auch weiterhin zu schreiben. Leider ist er anscheinend von seinem Vorhaben, in den Hungerstreik zu treten, nicht abzubringen.Ich möchte hier kurz aus seinem Brief zitieren; Worte, die uns allen gelten - nicht nur mir. Sie sprechen für sich!

1.An Paracelsus gerichtet

Widerstand gegen diese Menschenverachtung werde ich leisten, solange ich atme. Ich hoffe nur, dass ich genügend Menschen infiziert habe mit dem Lied des Menschenrechts, dass auch nach meiner Hinrichtung das Feuer des Widerstands nicht erlischt. Mit den neuen Passgesetzen und Spaziergängen des Staates auf jedermanns Festplatte haben wir längst Georg Orwells "1984" auf der rechten Spur überholt....

Sorgen habe ich nicht um mich, ich tue was ich muß, nur um meine Frau Anke und unsere Tochter Denise, die sich selbst kaum helfen können. Wenn Sie daher jemand fragt, ob man mir helfen kann dann antworten Sie bitte, dass jede Hilfe, die meine Familie erhält, MICH frei macht, zu tun, was ich für uns und alle tun muss...


2. An Moni gerichtet

"... Es gibt doch kein Ende, nur eine Fortsetzung des Weges mit anderen Mitteln. Und wenn ich hier sterbe, noch dazu wenn man es vorher sogar weiß, ist es dann nicht besser als ein Tod irgendwo, irgendwann, der einen doch ohnehin immer treffen kann? Deshalb wäre Trauer so falsch.

Sinn macht das Ganze nur, wenn wir das politische Momentum der selbstverständlich gewordenen Justizwillkür öffentlich transportieren können.

Ansonsten kannst du ohnehin vergessen, dass diesen Leuten ein Toter mehr oder weniger im Vollzug das geringste bedeutet. Den Staatsanwalt oder Richter der deshalb auch nur eine Stunde schlecht schläft, hat schon Tucholsky vergeblich gesucht. Es kann deshalb auch nicht Ziel sein, deren Verhalten zu ändern, das wäre ein geradezu lächerlicher Anspruch.

Es geht darum, das öffentliche Bewusstsein, warum es jemanden etwas angeht, zu schärfen. Das ist es. Und das geht, wenn wir die folgenden Monate nutzen zu beleuchten, was hier gedreht wird. Die fortgesetzten Falschaussagen der Polizei in Speyer (jüngste Stilblüte: In unserer Wohnung lebte eine zweite Frau, die mit mir liiert war!) ist ja völlig eindeutig konstruiert und hat natürlich damit zu tun, wie ich die Speyerer Behörden unter Druck gesetzt habe (die Strafsache wegen Mord, die ich eingeleitet habe, wegen dem Verhungerten Andre Kirsch, ist ja noch immer nicht eingestellt und es hat eine Rüge des Verhaltens durch den Bundestag gegeben). Da operiert man schon mal mit ein paar offensichtlichen Lügen...

Ich werde in meinem Alter nicht mehr lernen, diesen Leuten nach dem Munde zu reden, nur um einen Scheinvorteil zu haben. So wie ich lebenslänglich in Schwierigkeiten war und bin, weil ich mich einmischen muss, wenn Menschen geschunden, verleumdet und ohne Rechtsgrundlage eingesperrt werden, so wird es wohl auch enden.

Der Hungerstreik ist das klassische Mittel der Schwachen gegen die Allmacht des Staates. Nicht nur Ghandi hat hier Maßstäbe gesetzt....

Es geht um die bescheidene Hoffnung, die Öffentlichkeit wachzurütteln. JEDEM Menschen kann das was hier geschieht, passieren!...

Es ist wichtig, dass wenigstens einer nicht den Schädel einzieht und sagt, es geht vorüber, sondern einen Strich im Sand zieht und sagt: Bis hier hin und nicht weiter.


www.gfa-ludwigshafen.de und www.tacheles-im-namen-des-volkes.de

http://www.alg2-hartz4.de
http://www.hartz4-forum.de
15.11.07 14:04


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